Fiche Film
Cinéma/TV
LONG Métrage | 1983
Kukurantumi – Road to Accra
King Ampaw
Pays concerné : Ghana
Réalisateur(s) : King Ampaw
Avec : King Ampaw
Durée : 95
Genre : drame
Type : fiction

Français

Pour réunir de l’argent afin d’avoir un nouveau véhicule, un cammionneur vend des montres volées et promet sa fille en mariage à un riche marchand. Elle s’enfuie vers Accra…

Un film de King Ampaw

1983, Ghana, 1h35′

Réalisateur : King Boama Darko AMPAW
Scénario : King Ampaw, Ralf Franz
Caméra : Eckhard Dorn, Kofi Amos
Musique : Amartey Hedzoleh, Fela Kuti

Avec
Evans Oma, Amy Appiah, David Dontoh, Ernest Youngman

Langue : anglais
Sous-titres: allemand / français

Production : Afromovies, NDR, Reinery

English

In order to raise the money to get a new vehicle, a truck driver sells some stolen watches and promises his daughter in marriage to a rich merchant. She runs off to Accra…

by King Ampaw

Director
King Boama Darko Ampaw

Country
Ghana

Screenplay
King Ampaw, Ralf Franz

Soundtrack
Amartey Hedzoleh, Fela Ransam Kuti

Cinematography
Eckhard Dorn, Kofi Amos

Actors
Evans Oma, Amy Appiah, David Dontoh, Ernest Youngman

Production
Afromovies, NDR, Reinery


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DE

KUKURANTUMI beschreibt den Alltag und das Lebensgefühl der Menschen in Ghana. Die Handlung ist leicht verständlich und geeignet, z. B. die Auswirkungen der Landflucht, den Übergang von der Tradition zur Moderne oder die kulturelle Identität als Probleme zu erkennen.
Die Darstellung der Personen ist humorvoll und glaubhaft. Darüber hinaus eignet sich der Film zu einer Diskussion über unser Afrikabild, das von Vorurteilen geprägt ist.

Kukurantumi ist ein Dorf etwa 100 km nördlich der Hauptstadt Accra in Ghana.
Addey ist einer der Lorry-Fahrer, die täglich Passagiere und ihre Markteinkäufe zwischen beiden Orten transportieren. Solange jedenfalls bis es zu einem Unfall wegen defekter Bremsen kommt, und Addey – obwohl ihn keine Schuld trifft und auch niemand zu
Schaden gekommen ist – gefeuert wird.
Also macht er sich auf nach Accra, um dort ein eigenes Transportunternehmen aufzubauen.
Seine Hoffnung auf eine bessere Zukunft in der Großstadt teilt seine Tochter Abena, doch seine Frau sieht diesem Unterfangen
mit gelassener Skepsis entgegen…

Mit einem fantastischen Schwenk über den Marktplatz in Accra fährt Addeys Lorry ab nach Kukurantumi, dem Ort, „an dem alles zu schwer ist, um es aufzuheben. »Auf der Holzpritsche seines Lorries sitzen Passagiere mit ihren Einkäufen, der schönen Mary hat Addey den Platz neben ihm im Führerhaus angeboten. Mary arbeitet als Prostituierte in Accra und will ihre Familie in Kukurantumi besuchen,
dauerhaft zurückkehren würde sie jedoch nie: „Lieber sterbe ich, als da zu leben. »
Addey hingegen ist mit seiner Frau Seewa und seiner Tochter Abena ganz glücklich auf dem Land. Zumindest Solange bis es zu einem Unfall kommt und er ungerechtfertigterweise entlassen wird. Nun macht sich Addey auf nach Accra, um sich dort als Transportunternehmer selbstständig zu machen.

Zu Hause fordert Abena derzeit ihren Freund Bob auf, endlich ihren Vater um sein Einverständnis in ihre Heirat zu bitten. Doch Bob ist zu schüchtern: als einfacher Palmweinverkäufer meint er, dem großspurig auftretenden Abbey nicht genug für seine Tochter bieten zu können.
Unterdessen leiht sich Addey in der Großstadt Geld für einen alten klapprigen Lorry, den er zu einem Bus ausbauen will. Um seinem Gläubiger Mensah zu gefallen, prahlt er mit seiner gut aussehenden Tochter und verspricht sie Mensah als Ehefrau.
Als Abena von der arrangierten Ehe erfährt, verliert sie jedes Vertrauen in ihren Vater und flieht mit Bob in die Stadt zu Mary. Bob lässt sich nur widerwillig zu diesem Schritt überreden und ist denn auch nicht sonderlich von Marys Lebensstil begeistert, der bald auch auf Abena abfärbt. Nachdem weder Bob noch Abena in der Stadt eine Arbeit finden, trennen sie sich: Bob kehrt zurück ins Dorf und Abena arbeitet als Prostituierte in Accra.
Addey sucht unterdessen seine Tochter, sowohl um seine Vormachtposition als Familienoberhaupt wieder herzustellen als auch aus Sorge um Abena und um sie nach Kukurantumi zurückzubringen. Doch mittlerweile hat Abena ein Verhältnis mit dem wohlhabenden Mensah angefangen und lässt sich von ihrem Vater nichts mehr
sagen. Addey hat seine Tochter verloren. Alleine fährt Addey mit seinem Lorry davon, tief verwickelt in die Widersprüche zwischen traditioneller Lebensform und auptstädtischer Geschäftemacherei. Doch auch im Dorf hat seine Ehefrau Seewa das Warten aufgegeben:
„Wenn man wartet, lebt man nicht. »(ezef)